Es gibt viele Argumente, die für die Konzernverantwortungsinitiatve sprechen. Biblische, theologische, ethische, moralische, juristische und viele mehr. Fehlt dir hier noch etwas? 

Schick uns dein Argument (1'500 Zeichen) mit deinem Namen an argumente@kirchefuerkovi.ch. Wir freuen uns darauf!

Von oben herab - Jacob Schädelin

«Alles Gute kommt von oben» sagen wir. Und meinen damit Gott - und seinen Segen. «Die hohen Herren» hingegen nennt der Volksmund jene, die sich an Gottes stelle wähnen.

Die Konzernverantwortungsinitiative nimmt die in die Pflicht, die sich als Herren der Welt aufspielen. Die Gewinne ausweisen, gar höher als das jährliche BIP manch afrikanischer Staaten, in denen sie geschäften.

Der Jakobusbrief fasst mit der sogenannten conditio jacobea die Kritik an den ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnissen und an den Allmachtsphantasien der Reichen und Mächtigen seiner Zeit zusammen.

Nun zu euch, die ihr sagt: Heute oder morgen werden wir in die und die Stadt aufbrechen, ein Jahr dort verbringen, gute Geschäfte machen und Profit erzielen. Ihr wisst ja nicht, was morgen sein wird, wie es dann um euer Leben steht. Denn ein Rauch seid ihr, der eine Weile zu sehen ist und dann verschwindet. Ihr solltet vielmehr sagen: Wenn der Herr es will, werden wir leben und dies oder jenes tun. Stattdessen seid ihr noch stolz auf eure Prahlerein. Solcher Stolz ist aber stets von Übel. Also: Wer weiss, was es gutes zu tun gibt, es aber nicht tut, für den ist es Sünde. (Jakobus 4, 13-17)

Beschuldigte Konzerne sagen allesamt, sie würden freiwillig Menschenrechte respektieren und beim Abbau der Rohstoffe bewusst die nötige Sorgfalt walten lassen. Sie wissen also, ‘was es Gutes zu tun gibt’. Unzählige Fallstudien, Panama- und Paradise Papers, zeigen aber, dass sie dieses Gute nicht tun.

Nicht die Gunst der «hohen Herren», wünschen sich die davon betroffenen Menschen. Sondern Gottes Gerechtigkeit. Das sagen sie uns - immer wieder.

Kakaobäume im Thurgau - Regula Ott, Schweizerischer Katholischer Frauenbund

Würden Kakaobäume im Thurgau wachsen, unsere Kleider alle in der Innenschweiz hergestellt werden und Kohleminen im Berner Oberland vorkommen, wären die Menschenrechte und Umweltstandards durch eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen geschützt. Durch die Produktion im Ausland greifen unsere Gesetze für diese Schweizer Unternehmen jedoch nicht mehr. Das ist in unseren Augen alles andere als gerecht. Es ist nicht richtig, wenn wir die Ausbeutung von Menschen im Ausland durch Schweizer Firmen für die Vermehrung unseres Wohlstandes in Kauf nehmen. Verantwortung für unser Handeln stoppt nicht an der Landesgrenze. Genau da setzt die Konzernverantwortunginitiative an.

Der Schweizerische Katholische Frauenbund engagiert sich gemäss seines Leitbilds für eine gerechte Zukunft weltweit und arbeitet seit 60 Jahren mit den ärmsten der armen Frauen in Indien, Uganda und Bolivien zusammen. Daher fordern wir auch Gesetze, die diese Frauen vor Ausbeutung durch Schweizer Firmen schützen.

 

Hier findest du übrigens noch 7 weitere gute Gründe, die für die Initiative sprechen...